Newsflash

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  

Wiedehopf Titelbild

Der Schmetterlingsvogel beeindruckt nicht nur durch seine äusserliche Erscheinung, auch die Stimme ist unverkennbar. Daraus leitet sich der wissenschaftliche Name Upupa epops ab. Es ist ein dumpfer, mehrsilbiger Ruf „up-up", oft weithin hörbar. Das Männchen ruft mit gesträubten Kehlfedern und gesenktem Schnabel, also nicht wie die meisten anderen Vögel mit nach hinten gehaltenem Kopf.

Der Wiedehopf ist zwar nur drosselgross, wirkt aber bedeutend grösser, vor allem wenn er seine Federhaube aufrichtet. Auffällig ist sein langer, dünner, abwärts gebogener Schnabel. Flügel und Schwanz sind breit schwarz-weiss gebändert, das übrige Gefieder orange-braun. Der schmetterlingsartig gaukelnde Flug des Wiedehopfes erwärmt sofort das Herz des Beobachters.

Wiedehopf gaukelnd Flug

Als Lebensraum bevorzugen Wiedehopfe trockene, wärmeexponierte Gebiete mit nur spärlicher Vegetation. In Mitteleuropa trifft man sie vor allem in extensiv genutzten Obst- und Weinkulturen oder auf bebuschten Ruderalflächen an. Im Mittelmeerraum bewohnt der Vogel gerne Grassteppenlandschaften, Olivenkulturen oder Korkeichenwälder.

Wiedehopfe trockene Gebiete

Sein Lebensraum muss geeignete Bruthöhlen wie hohle Bäume, alte Mauern und Stein-oder Holzhaufen bieten. Er benötigt lockeren Boden, frei von dichter Vegetation, um an seine Nahrung zu gelangen. Auf dem Speiseplan des Wiedehopfes stehen grössere Insekten wie Feld- und Maulwurfsgrillen, Engerlinge, Raupen und Käfer. Ab und zu erbeutet er auch Frösche oder kleine Eidechsen. Vogelgelege und Nestlinge bieten in seltenen Fällen eine Abwechslung. Seine Beutetiere verfolgt er am Boden oder erreicht sie durch Stochern in der Erde. Ein besonderer Genuss ist es, wenn man beobachten kann, wie ein Wiedehopf seine Beute mit dem Schnabel packt und sie ein Stück in die Luft wirft, bevor er sie verschluckt.

Wiedehopf Auffangen Beute

Der Wiedehopf in unseren Breitengraden ist ein Langstreckenzieher, der kurz nach der Rückkehr mit der Balz beginnt. Ein Paar bleibt eine Brutsaison lang zusammen. Das Männchen überbringt dem Weibchen ein „Brautgeschenk" in Form eines feinen Happens und bietet ihm Bruthöhlen an. Die Paarung erfolgt meist auf dem Boden.

Wiedehopf Happen

Als Nistplatz eignen sich Baum- und Spechthöhlen, Mauerlöcher und -spalten, Bruchsteinmauern, Höhlungen unter Wurzeln, manchmal brütet der Wiedehopf unter dem Dach einer verlassenen Hütte. Gerne nimmt er Nistkästen an, die auf ihn zugeschnitten sind. Nistmaterial wird kaum eingetragen.

Das Gelege des Wiedehopfs umfasst 5 bis 7 Eier, die Ablage erfolgt täglich. Nach einer Bebrütungszeit von 16 bis 19 Tagen schlüpfen die Jungen. Nach weiteren 20 bis 28 Tagen sind sie flügge und verlassen die Bruthöhle, werden aber von den Eltern noch etwa 5 Tage gefüttert.

Nähert sich ein Feind wie z.B. ein Fuchs oder Wiesel dem Nest, hat der Wiedehopf eine besondere Abwehrstrategie. Das Weibchen stellt sich tot und scheidet aus der Bürzeldrüse ein penetrantes, nach Verwesung riechendes Sekret aus, was dem Wiedehopf die Bezeichnung „Stinkvogel" einbrachte. Ältere Nestlinge setzen diese „Geheimwaffe" ebenfalls ein und bespritzen den Feind auch gezielt mit Kot. Als weitere Abwehrreaktion zischen sie wie eine Schlange.

Wiedehopfe, die z.B. bei der Nahrungssuche von einem Greifvogel überrascht werden und nicht mehr in ein Versteck flüchten können, zeigen ein besonderes Feindverhalten: die Tarnstellung. Der Vogel legt sich regungslos, mit breit gespreizten Flügeln und Schwanz flach auf den Boden, dabei sind Hals, Kopf und Schnabel steil nach oben gerichtet. Diese Stellung nehmen sie auch beim Sonnenbaden oder Einemsen ein.

Wiedehopf Zusatzbild

In Europa war der Wiedehopf bis in die 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts in manchen Gebieten ein häufiger Brutvogel. Aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft und des Lebensraumverlustes nahmen die Bestände des exotisch anmutenden Vogels drastisch ab. Durch das Ausräumen der Landschaft, das Verschwinden von Obstgärten, Hecken, Ruderalflächen, alten Mauern etc. gingen geeignete Nisthöhlen und Nahrungsgebiete verloren.

In Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz steht der Wiedehopf auf der Roten Liste. Es gibt aber einen Silberstreifen am Horizont. Vielerorts sind Bemühungen im Gange, den Lebensraum des Schmetterlingsvogels aufzuwerten und auf die Schutzmöglichkeiten in unserer modernen Kulturlandschaft aufmerksam zu machen.

 

Wiedehopf T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: der Wiedehopf

Die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos sind von Beni und Edith Herzog. Herzlichen Dank.

 

Kommentare

Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht im Gästebuch.

Besucherzähler

Heute1064
Gestern1297
Woche3807
Monat18980
Besucher4738753

Besuchen Sie auch die LehrmittelPerlen!

Lehrmittelperlen.net | Hauptseite
  • Reptilien und mehr

    Nachdem wir dieses faszinierende Reptilienvideo angeschaut haben, testen wir unser Wissen im Reptilien Quiz von naturspektrum.de. Hier de finden Sie ausserdem ein Amphibien Quiz, eines über Spinnentiere und eines über Insekten.

  • Bibelhefte zum Alten Testament (1)


    Schoepfung T  Adam Eva T1  Kain Abel T1

    Schon bisher gab es bei den Perlen eine ganze Reihe von Heften mit biblischen Geschichten für die Unterstufe.

    Neu sollen nun nach und nach Geschichten aus der Bibel für 3.- bis 5.-Klässler erscheinen. Sie enthalten die Bibeltexte in einfacher Sprache sowie mehr als 20 Aufgabenkarten mit Fragen und Reflexionen.

    Hier die ersten drei: Die Schöpfung - Adam und Eva - Kain und Abel

    Schoepfung 2  Adam Eva 4  Kain Abel 4

    Bezug Lehrplan 21: NMG.11.2 NMG.11.2a NMG.12.2

    Download
    - Die Schöpfung (3.-5. Kl.)
    - Adam und Eva (3.-5. Kl.)
    - Kain und Abel (3.-5. Kl.)

  • Sachrechnen mit Tierwissen (4.-6. Kl.)


    Rechnen mit Tieren T Rechnen mit Tieren 1 Rechnen mit Tieren 2

    Tierwissen erwerben und mathematisches Wissen anwenden.

    Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit interessanten Fakten und staunen über die Ergebnisse. Gleichzeitig bringen sie ihr mathematisches Wissen ein, indem sie schätzen, messen, umwandeln, runden und mit den angegebenen Zahlen rechnen.

    Zielgruppe: 4.-6. Kl.
    Bezug Lehrplan 21: MA.3.A.2   MA.3.B.1   MA.3.C.2

    Download: Mit Tieren rechnen

  • Es liegt in deiner Hand

    Verantwortung für unser Tun. Obwohl es ein Werbefilm ist, ist er sehr empfehlenswert für den Unterricht.

  • Knacknuss 409


    Knack409

    Antworten bitte im Perlen-Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

  • Der beste Schwertschmied der Welt


    forge 550622 960 720

    Vor langer, langer Zeit lebte an einem fernen Ort ein Schwertschmied, der auf der ganzen Welt bekannt war für seine erhabene Fähigkeit, das Eisen zu formen und es in elegante und tödliche Schwerter zu verwandeln.

    Eines Tages erreichte die Nachricht der unglaublichen Geschicklichkeit des Schwertschmiedes den Hof und der König war so fasziniert von dieser Geschichte, dass er den begnadeten Untertanen möglichst bald treffen wollte. Die Ritter des Königs begannen den Schwertschmied überall zu suchen, durchkämmten das gesamte Reich, bis sie ihn in einem kleinen Dorf am Fuss der Berge fanden. Der Schwertschmied kam nicht umhin, die Einladung des Königs anzunehmen. Er verabschiedete sich von seiner Familie und folgte den Rittern zum Hof.

    Schon bei der ersten Begegnung war der König tief beeindruckt von der Demut und der Freundlichkeit des Schwertschmiedes und beschloss, ihm mit der gleichen Höflichkeit entgegenzutreten. Nach kurzem Plaudern stellte der König dem Schwertschmied die Frage, die er an alle grosse Meister und Experten seines Reiches richtete: „Schwertschmied, sag mir, was ist dein Geheimnis? Wie schaffst du es, dermassen schöne Schwerter zu formen?“

    Der Schwertschmied, kein bisschen verlegen, antwortete seinem König mit Ehrfurcht, aber auch mit Festigkeit: „Herr, es gibt kein Geheimnis.“ Der König schien perplex, liess aber seinen Gast weitersprechen. „Solange ich ein Kind war, hatte ich die Gelegenheit, zuerst meinem Grossvater, dann meinem Vater zuzuschauen, wie sie das Eisen bearbeiteten.“

    Gefangen von der Leidenschaft der Erinnerungen fuhr der Schwertschmied mit seiner Erzählung fort. „Schon bald verliebte ich mich in diese Kunst, mit der die mächtigsten Elemente der Natur gebändigt werden: das Eisen, das Feuer und das Wasser. Die Geburt solch eleganter Schwerter aus rohem Eisen mitzuerleben, hat nicht nur meinen Geist bezaubert, sondern auch mein Herz getroffen. Schon damals, als Kind, beschloss ich, der beste Schwertschmied der Welt zu werden.“

    Der König und der ganze Hof hörten dem einfachen Handwerker schweigend zu. „Als ich heranwuchs, las ich alle Bücher über die Kunst der Herstellung von Schwertern und ich erlernte jede Technik zur Bearbeitung von Eisen. Und nicht nur das. Wenn in einem Buch das Wort „Schwert“ nicht vorkam, wenn eine Diskussion sich nicht um die Bearbeitung des Eisens drehte und überhaupt, wenn eine Aktivität null und nichts mit Schwertern zu tun hatte, vergeudete ich schlichtweg meine Zeit nicht damit. Ich denke, Majestät, das ist das Geheimnis meiner Exzellenz.“

    Quelle: Qumran2
    Bild: Pixabay

  • Fang die Katze!


    FangdieKatze

    Zur Auflockerung ein kleines Spiel: Fange die Katze mit den dunkelgrünen Punkten ein. Lass ihr keinen Ausweg!

Um unsere Webseite optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies sowie Google Analytics. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung und verstehe, dass diese Seite Cookies sowie Google Analytics einsetzt. .
EU Cookie Directive plugin by www.channeldigital.co.uk