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Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  


Gruenspecht Titelbild

Mit dem Namen „Specht“ verbindet man sofort das charakteristische Trommeln der Tiere. Nicht so beim Grünspecht: Typisch für ihn ist sein fröhlich schallender Ruf „kja-kja-kja-kja“, dem er den Kosenamen „lachender Hans“ verdankt. Hört man ihn rufen, hat man ihn noch lange nicht gefunden, da er hervorragend getarnt ist.

Der Grünspecht ist knapp taubengross, seine Oberseite ist moosgrün, die Unterseite graugrün. Auffallend sind die rote Kopfplatte, die schwarze Augenmaske, die gern auch als „Räubermaske“ bezeichnet wird, und der Bartstreif. Beim Männchen ist dieser rot mit schwarzem Rand, beim Grünspecht-Weibchen ist er schwarz. Charakteristisch ist sein kraftvoller, ausgeprägter Wellenflug. Dabei zeigt er ab und zu seinen auffällig gelbgrünen Bürzel.

Bereits beim Jungvogel lässt sich das Geschlecht erkennen: links ein junges Männchen, rechts ein junges Weibchen.

Gruenspecht Jungvogel Maennchen  Gruenspecht Jungvogel Weibchen

Der Grünspecht ist ein Frühaufsteher, er ist bereits kurz nach Sonnenaufgang aktiv. Anders als die meisten seiner Verwandten sucht er seine Nahrung weniger im Holz, sondern überwiegend auf dem Boden, er ist ein so genannter Erdspecht.

Gruenspecht Nahrung Boden

Seine Lieblingsspeise sind Wiesenameisen. Um an die Ameisen in ihren Gängen heranzukommen, ist der Grünspecht mit einem Spezialwerkzeug ausgestattet, seiner Zunge. Diese kann er bis 10 cm herausstrecken. Sie ist klebrig und an der Spitze mit Widerhaken versehen. Ameisen und Ameisenpuppen bleiben daran hängen. Selbst im Winter schafft es der Grünspecht, an seine Leibspeise zu kommen, auch wenn er sich zuerst bis zu einem Meter durch den Schnee graben muss. In harten, schneereichen Wintern können die Grünspecht-Bestände allerdings empfindliche Verluste erleiden.

Den Speiseplan bereichert der Grünspecht mit Baumsamen, Beeren und Obst, vorzugsweise Kirschen, Äpfel oder Weintrauben. In Ritzen und an Hauswänden sucht er auch nach Mücken, Fliegen und Spinnen. Sein Lebensraum sind halboffene Landschaften, Obstgärten, Rebberge, Parks, Siedlungen und der Waldrandbereich. Geschlossene Waldbestände meidet er.

Gruenspecht Stuetzschwanz

 

 

Wie die meisten Spechte besitzt der Grünspecht einen Stützschwanz, auf dem er sich beim Hochklettern an einem Stamm abstützen kann, Kletterfüsse und einen kräftigen Schnabel, mit dem er im Boden hacken kann. Seine Nisthöhle im Baumstamm hackt der Grünspecht selten selber, er übernimmt in der Regel verlassene Höhlen anderer Spechte oder bevorzugt morsche Astlöcher.

 

 

Ende April/Anfang Mai legt das Weibchen 5 bis 8 Eier, die beide Eltern während rund zwei Wochen bebrüten. Spechtjunge sind völlig unbefiedert und werden von fürsorglichen Eltern während der ersten 5 Lebenstage rund um die Uhr gehudert und gewärmt, sonst würden sie im Nu auskühlen. Übrigens, während des Brütens und Huderns übernimmt bei allen Spechten das Männchen die Nachtwache. Juvenile Grünspechte (im Jugendkleid) sind auffällig gefleckt an der Unter- und Oberseite, die schwarze Augenmaske fehlt noch, ebenso der Bartstreif.

Gruenspecht Grauspecht

 

 

Verwechseln kann man den Grünspecht eigentlich nur mit dem Grauspecht. Dieser kommt aber viel seltener vor.

 

 

 

Zwischen den Siebziger- und Neunzigerjahren ist der Grünspecht vor allem im Schweizer Mittelland deutlich seltener geworden, wohl als Folge intensiver Landnutzung. Danach erholten sich die Bestände aber wieder.

Dieser Trend kann auch wieder umkehren. Denn zum einen ist der Grünspecht wegen seiner starken Spezialisierung auf bodenlebende Ameisen sehr anfällig für harte Winter mit reichlich Schnee. Zum andern kommt die Verschlechterung seines Lebensraumes durch den Verlust von Streuobstwiesen oder die Umwandlung von extensiv genutztem Grünland zugunsten von intensiv genutzten Anbauflächen, beispielsweise für Mais zur Energiegewinnung, hinzu.

Nur wenn genügend alter Baumbestand und offene Grünflächen vorhanden sind, kann sich der Bestand des Grünspechtes weiterhin positiv entwickeln. Dies gilt auch für andere Tier- und Pflanzenarten, deshalb müssen wir ein waches Auge auf die Natur halten.

Hoffen wir, dass das Lachen des Grünspechtes nie verstummt!

 

Gruenspecht T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats
für den Unterricht finden Sie hier: der Grünspecht

Die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos sind von Beni und Edith Herzog. Herzlichen Dank.

 

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    Der deutsche Dichter Rainer Maria Rilke wohnte eine Zeitlang in Paris. Der Weg zur Universität, den er in Begleitung einer französischen Freundin jeden Tag ging, führte über eine sehr belebte Strasse.

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    Rilke gab ihr nie etwas, während seine Begleiterin ihr häufig einige Münzen gab.

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    „Wir sollten ihrem Herzen etwas schenken und nicht ihren Händen“, antwortete der Dichter.

    Am Tag darauf erschien Rilke mit einer prächtigen Rose, die eben aufgeblüht war, legte sie in die Hand der Bettlerin und wollte weitergehen.

    Da geschah etwas Unerwartetes: Die Bettlerin hob ihre Augen, schaute den Dichter an, erhob sich mühsam vom Boden, nahm die Hand des Mannes und küsste ihn. Dann ging sie davon und presste die Rose dicht an ihren Körper.

    Eine ganze Woche lang blieb ihr Platz leer. Doch am achten Tag sass die Bettlerin erneut in der gleichen Ecke der Strasse. Leise und unbewegt wie immer.

    „Wovon hat sie wohl in all diesen Tagen gelebt, in denen sie nichts bekommen hat?“, fragte die junge Französin.

    „Von der Rose“, antwortete der Poet.

    Quelle: Bruno Ferrero, Qumran2
    Bild: Pexels, Pixabay, Lizenz CC0

  • Klassenspiele für die ersten Schultage (5)

    Klassenspiele Transp

    5. Wie gut kennt ihr mich?

    • Jeder Schüler bekommt ein Blatt Papier.
    • Darauf schreibt er drei Dinge über sich selbst, die die anderen Schüler in der Klasse nicht schon kennen.
    • Gleichzeitig schreibt er drei Dinge über sich selbst auf, die nicht stimmen.
    • Die Schüler lesen der Reihe nach ihre Beschreibungen vor.
    • Die anderen Schüler passen gut auf und stimmen danach ab, welches die richtigen und welches die falschen Aussagen sind.

    Ideal ist, wenn die Lehrperson mit sich selber beginnt.
    Wenn die Klasse gross ist, macht es Sinn, wenn vielleicht an mehreren Tagen je zwei Schüler ihre Notizen vorlesen und die anderen raten lassen.

    Als Variante könnte die Lehrperson die richtigen Aussagen vorlesen und die Klasse raten lassen, zu welchem Schüler sie gehören.

    Die Klassenspiele, die ich hier im Perlen Blog vorstelle, eignen sich zum Kennenlernen und zur Teambildung für Klassen mit neuen Schülern, die einander noch nicht kennen, können aber - z.T. mit kleinen Anpassungen - auch mit bestehenden Klassen durchgeführt werden. Sie sind ideal für die ersten Schulwochen, machen aber auch im Laufe des Jahres als Auflockerung oder als kurze Unterbrüche immer wieder Freude.

     Bild: (c) Fotolia, Robert Kneschke

  • Klassenspiele für die ersten Schultage (4)

    Klassenspiele Transp

    4. Kennenlernspiel: Wechsle deinen Platz, wenn ...

    Dieses Spiel ist mit leicht geänderten Fragen auch für Erwachsene geeignet.

    Alle Schüler sitzen oder stehen im Kreis oder in einer Reihe. Sie hören gut zu, wenn die Lehrperson die folgenden Sätze sagt und wechseln gemäss den Aussagen ihren Platz

    Wechsle deinen Platz, wenn …

    … du Hunde besser magst als Katzen
    … du gerne malst
    … du den Sommer lieber magst als den Winter
    … du ein Instrument spielst (wer den Platz wechselt, erzählt, welches)
    … du mehr als drei Geschwister hast
    … du Sport magst
    … du schon einen Elefanten gesehen hast
    … du schon im Ausland warst (wer den Platz wechselt, erzählt, wo)
    … du Bananen lieber isst als Äpfel
    … du den Morgen lieber magst als den Abend
    … deine Lieblingsfarbe blau oder rot ist
    … du in diesem Land geboren bist (wer den Platz nicht wechselt, erzählt, in welchem)
    … du gerne singst
    … du lieber Geschirr abwäscht als abtrocknest
    … du schon einmal an einem Wettkampf mitgemacht hast
    … du ein Haustier hast (wer den Platz wechselt, erzählt, was für eines)
    … du Berge besser magst als den Strand
    … du lieber ein Buch liest als ins Kino gehst
    … du dunkle Schokolade lieber isst als helle
    … du eine andere Sprache sprichst (wer den Platz wechselt, erzählt, welche)

    Die Aufforderungen können beliebig erweitert werden. Für die Schüler ist es interessant zu sehen, wer wann den Platz wechselt und wer die gleichen oder ungleichen Vorlieben teilt.

    Die Klassenspiele, die ich hier im Perlen Blog vorstelle, eignen sich zum Kennenlernen und zur Teambildung für Klassen mit neuen Schülern, die einander noch nicht kennen, können aber - z.T. mit kleinen Anpassungen - auch mit bestehenden Klassen durchgeführt werden. Sie sind ideal für die ersten Schulwochen, machen aber auch im Laufe des Jahres als Auflockerung oder als kurze Unterbrüche immer wieder Freude.

    Quelle: Mommies Hobbies
    Bild: (c) Fotolia, Robert Kneschke

  • Forschen & Kreieren: Der Zweite Weltkrieg


    Forscherkarten WW2 T Forscherkarten WW2 1 Forscherkarten WW2 2

    Der Zweite Weltkrieg ist ein geschichtliches Thema, das auch jüngere Schüler interessiert. Die vorliegenden Forscherkarten sind für die 4.-7. Klasse geeignet.

    Wie immer gibt es zu den 20 Forscherkarten zusätzliche „Projektkarten“ mit kreativen Aufträgen und speziellen Aufgaben zur Propagande zur Zeit des 2. Weltkrieges.

    Die farbigen Forscherkarten können Sie mehrfach ausdrucken, ausschneiden und laminieren, so dass die Kinder sie zu sich an den Platz nehmen und in Ruhe die Lösungen auf dem passenden Antwortblatt eintragen können. Sie sind ideal für schnelle Schüler und Kinder mit vielseitigen Interessen. Wer schafft am meisten Forscherkarten?

    Download: Forscherkarten zum Zweiten Weltkrieg